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Neues Quartier NAU und Hochwasserschutz

Meilenstein für Laufen: Neues Quartier NAU und Massnahmen zum Hochwasserschutz
– Pläne werden konkret

Laufen, 20. Oktober 2015 - An der heutigen Medienkonferenz haben die Verantwortlichen den aktuellen Stand zur Entwicklung des Quartiers NAU präsentiert. Nebst der Umsetzung der dringend notwendigen Massnahmen zum Hochwasserschutz wird auf der heute brachliegenden Fläche ein attraktives, durchgrüntes Quartier für 400 Menschen mit direktem Zugang zur Birs entstehen. Die entsprechenden Zonenplanänderungen liegen ab morgen, 21. Oktober 2015, öffentlich auf und bilden den Auftakt der formellen Mitwirkung der Bevölkerung.


„Eines der Kernprojekte unseres Stadtentwicklungsprogramms ist die Entwicklung des Quartiers NAU“, sagte Stadtpräsident Alex Imhof zu Beginn der heutigen Medienorientierung. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof entstehe an sehr attraktiver Lage neuer Wohnraum für 400 Menschen. Die Entwicklung sei eine nachhaltige Investition in die Zukunft.

Diese Quartierentwicklung muss sich an die Randbedingungen des kantonalen Hochwasserschutzprojektes halten, erklärt Philipp Meyer, Tiefbauamt des Kantons Basel-Landschaft. Der Perimeter des Hochwasserschutzprojektes erstrecke sich entlang der Birs vom Kraftwerk Juramill bis zur Gemeindegrenze mit Dittingen. Das Gebiet NAU als Teil davon wird durch die geplanten Hochwasserschutzmassnahmen stark geprägt werden. Zum einen erfordert die mangelnde Hochwassersicherheit bei der Naubrücke einen Ersatzneubau, zum anderen wird das Gerinne der Birs in diesem Flussabschnitt um mehr als das Doppelte verbreitert. Die Flussverbreiterung
hat primär die hydraulische Wirkung, so dass ein Hochwasserereignis, wie im August 2007, sicher und ohne Ausuferung durchgeleitet werden kann. Als Nebeneffekt kann der ökologisch aufgewertete Flussraum als Naherholungsgebiet genutzt werden.

Finanziert wird das ganze Hochwasserschutzprojekt durch den Bund, den Kanton, und die Anstösser. Die Kosten betragen rund CHF 50 Mio., wobei rund 85% durch die öffentliche Hand finanziert werden.

Unabhängig von der Quartierentwicklung findet im ersten Quartal 2016 die öffentliche Mitwirkung zum Hochwasserschutzprojekt statt, Anfang 2019 wird mit den Bauarbeiten begonnen. Die Massnahmen zum Hochwasserschutz eröffnen für das künftige Quartier NAU noch nie dagewesene Chancen, präzisierte Stadträtin Lilli Kuonen: „Unsere Stadt erhält - vorbehältlich des Entscheids durch den Kanton - einen direkten Zugang zur Birs, dank einer neu gestalteten Birslandschaft und einer neuen Promenade mit öffentlichen Zugängen.“

An der Birs entstehe auf einer Strecke von rund 250 Metern ein neuer Grün- und Freiraum. Schliesslich ist eine neue Brücke über die Birs für Fussgänger und Velofahrer geplant, welche das Quartier NAU auf attraktive Weise mit der Altstadt verbinde.

Im künftigen Quartier NAU sollen in drei Etappen über mehrere Jahre hinweg Wohnungen und Büroräumlichkeiten entstehen. Da die Stadt Grundeigentümerin des Areals ist, kann sie entsprechend steuern. Das Quartier wird mit vielen ökologisch wertvollen Grün- und Freiräumen
ausgestattet sein. Dem Stadtrat sei es ein zentrales Anliegen, dass das künftige Quartier Rücksicht nehme auf das historische „Stedtli“, so Kuonen. Deshalb habe der Stadtrat das renommierte Architekturbüro Herzog & de Meuron engagiert, um eine hohe architektonische Qualität
sicherzustellen. Die Planung für das Areal NAU entspricht den Vorgaben, welche Bund und Kanton heute an nachhaltiges Bauen bzw. an eine zukunftsgerichtete Quartierentwicklung stellen.

Um auch eine befriedigende Lösung für die künftige Verkehrsführung zu finden, arbeite die Stadt zusammen mit dem Kanton intensiv an Lösungen, führte Martin Hofer, Leiter Bau und Planung der Stadt Laufen, aus. Durch die Verschiebung der Naustrasse nach Osten, lässt sich das Quartier ohne die einschneidende Zäsur einer stark befahrenen Strasse entwickeln. Weiter bieten hier die Anforderungen an den künftigen Hochwasserschutz interessante Möglichkeiten, die beiden Planungen geschickt miteinander zu kombinieren: Da die heutige Naubrücke nicht hochwassertauglich ist (siehe oben), muss sie zwingend angepasst und erneuert werden. Diese Anpassungen können nun mit der geplanten Verlegung der Naustrasse in einem Zug realisiert werden.

Ab morgen liegen die Änderungen für die Zonenvorschriften öffentlich auf. Zum Auftakt dieser formellen Mitwirkung lädt die Stadt die Laufner Bevölkerung heute Abend zu einem öffentlichen Anlass mit Info-Markt ein. Am 2. Februar 2016 findet eine ausserordentliche Gemeindeversammlung
statt. Dort wird über die Änderungen der Zonenvorschriften, über den Strassennetzplan sowie über den Planungskredit in der Höhe von CHF 330‘000.- entschieden.

Stadtverwaltung Laufen
Präsidialabteilung

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